Die liegende Acht

Im Friedensfluss sein

Im Friedensfluss sein

Die liegende Acht – Symbol der ewigen Wandlung und des Ausgleichs in der Dualität des Seins

Es gibt wohl kaum eine bessere Zeit, um die natürlichen Gesetzmäßigkeiten der Spiegelung und Gegenspiegelung, der ewigen Polarisation und damit die Dualität des irdischen Lebens vollumfänglich zu erfahren, als gerade jetzt. Freud und Leid liegen so nah beieinander und werden so sichtbar wie selten zuvor. Wir werden als Menschheit (wieder) dazu aufgerufen, in einen neuen Zusammenhalt zu finden. Das Erbauen einer neuen Gesellschaft, die Neu-Formation, geschieht gerade jetzt. Für uns als Mitgestalter einer neuen Welt ist es wichtig, dass diese in der Energie der Liebe, der Vereinigung und im Ausgleich von Dualität und friedlicher Balance geformt wird. Indem wir uns (wieder) an unsere grundlegenden Bedürfnisse einer auf Mitgefühl basierenden Gemeinschaft fokussieren, erkennen wir die große Chance, die uns in diesen Tagen angeboten wird. Wichtige Zutaten und Quellen sind dafür ein 8-sames Gewahrsein, Verständnis, die Fähigkeit und Bereitschaft, die Sichtweise des jeweils anderen einnehmen zu können, Offenheit, Nicht-Bewerten, Toleranz, Akzeptanz, Respekt, Solidarität, (Selbst-)Mitgefühl, Selbst- und Nächstenliebe, ein höheres Bewusstsein für die universellen Zusammenhänge, die innere Ausrichtung im Einklang mit den natürlichen Gesetzmäßigkeiten der Schöpfung und Urvertrauen.

Es ist eine Zeit für Neu-Erleben, Neu-Ausrichtung und Neu-Beginn. Die äußeren Umstände laden uns (wieder) dazu ein, mehr Zeit mit uns selbst zu verbringen, in innerer Einkehr und Reflexion 8-sam zu erforschen, wer wir tief in unserem Inneren wirklich sind. Die Ablenkungen durch das Leben im Außen, welches meist von unbewusster Reaktivität geprägt ist und uns von uns selbst und unseren tiefen Bedürfnissen entfernt, treten in den Hintergrund. Das ist (wieder) eine Chance! Dadurch, dass wir uns mehr unserem Sein und der Frage, was wirklich wichtig ist und dem höchsten Wohle dient, widmen können, entwickeln wir ein höheres Bewusstsein und ein größeres Verständnis für unsere ursprünglichen Bedürfnisse und unsere wahre Wesensnatur. Trotz aller vermeintlichen Einschränkungen, Herausforderungen und der Bürde, die diese Zeiten beinhalten, kann es sehr erkenntnisreich und heilsam sein, mitzugestalten, wie die Welt in uns und um uns herum ruhiger, stiller und friedlicher erscheint und wie, trotz aller Schatten, das Licht in uns in Form von einem mitfühlenden Herzen leuchtet.

Alles Leben vollzieht sich in unendlicher Schwingung und Bewegung in der Dualität des Seins: Einatmen und Ausatmen, Ebbe und Flut, Tag und Nacht, Sonne und Mond, Wachen und Schlafen, Licht und Schatten, Männlich und Weiblich oder auch Divers, rechte und linke Gehirnhälfte, Innen und Außen, Geben und Nehmen, Greifen und Loslassen, Handeln und Geschehenlassen. Das eine existiert nicht ohne das andere. Und das eine ist für uns auch nicht wahrnehmbar und erfahrbar ohne das andere. Als geistige Wesen, die menschliche Erfahrungen machen, brauchen wir die Gegensätzlichkeit, um uns selbst (als lichtvoll) zu erkennen. Die Dualität ist notwendig, um Schöpfung hervorzubringen und um Transformations- und Wachstumsprozesse anzuregen. So vollzieht sich das Leben in seinem ganz natürlichen Prozess. Das Leben auf der Erde ist geprägt von der Gesetzmäßigkeit der Dualität und somit liegt es in der Natur der irdischen Inkarnation, dass innerer Friede entsteht, wenn wir diese natürlichen Gesetzmäßigkeiten leben und immer wieder in Balance bringen. Die unendliche Weisheit unserer Seele hat vor ihrer Inkarnation einen Plan erstellt, wie sie die Dualität der Erde erleben möchte, um durch den tiefen Prozess, der sich Leben in einem Körper nennt, Erfahrungen in der Dualität zu machen. Durch das Lösen der Dualität kommen wir in die unendlich-verbindende Energie der Harmonie und diese führt uns wieder zurück in die Einheit allen Seins, aus der wir kommen. Jeder Lebensweg ist einzigartig und jede Seele hat ihren ganz individuellen Plan. Jeder von uns wird durch andere duale Gesetzmäßigkeiten an das Geheimnis der verbindenden und ausgleichenden Kraft der Harmonie herangeführt.

Die Acht ist (neben der 0) die einzige Ziffer, die sowohl horizontal als auch vertikal symmetrisch ist. Sie symbolisiert damit Spiegelung und Gegenspiegelung und ebenso das Prinzip der ewigen Polarisation im Lebensprozess. Sie steht für die mentale Überwindung des physischen Todes und entspricht der Weltseele ohne Anfang und ohne Ende, der Unendlichkeit und dem ewigen Leben. Sie repräsentiert die Öffnung des Herzchakras und damit die Verbindung zwischen der Christusenergie als grenzen- und bedingungslose Liebe und der individuellen, erwartungsfreien menschlichen Liebe. Die liegende Acht, auch als Lemniskate bekannt, erinnert uns als Symbol der Heiligen Geometrie an die Vollkommenheit, Schönheit, Harmonie und das Feld der Einheit in der Dualität. Sie steht für das Unendliche, die immerwährende Entwicklung und Wandlung, den Ausgleich und den harmonisierenden Einklang. Dieses Prinzip ist festgehalten im 8. Geistigen Gesetz, dem Gesetzt der Harmonie: Geben und Nehmen müssen immer im Einklang (nicht im Gleichklang) sein. Das Zeichen der Unendlichkeit befindet sich auch in unserer DNA, in unseren Grundmustern und in der Struktur eines Proteins, dem Grundbaustein aller menschlichen Zellen. Im Zeugungsakt und der weiteren Entwicklung im Mutterleib durchlaufen wir damit die gesamte Heilige Geometrie, den Bauplan, nach dem wir geschaffen sind – und das, bevor wir geboren werden. Dieser Bauplan enthält alle Informationen, die auch in der gesamten Entstehungsgeschichte der Menschwerdung enthalten sind. Alles Wissen ist bereits in uns. Die Heilige Geometrie ist eine Erinnerung, sie ist die Weisheit in uns, da wir aus ihr bestehen. Folglich führt sie uns zurück zu unserem Ursprung, zur Urquelle allen Seins, zur ursprünglichen Verbundenheit, Schönheit und Harmonie.

Die Lemniskate mit ihrer harmonisierenden Energie ist ein besonders kraftvolles und wirksames Hilfsmittel, das uns auf unserem irdischen Weg in ein tieferes Verständnis der dualen Zusammenhänge finden lässt. Sie erinnert uns an den ewig fließenden Rhythmus der Natur in uns um uns herum: Panta rhei alles fließt. Niemand kann zweimal in denselben Fluss steigen, denn alles fließt und nichts bleibt; es gibt nur ewiges Werden und Wandeln.Diese Flusslehre und Metapher geht auf den griechischen Naturphilosophen Heraklit zurück und bringt den dynamischen und unaufhörlichen Prozesscharakter der universalen Kräfte zum Ausdruck. Wir dürfen alle das Wesen des Wasserelements in uns und um uns herum (wieder) neu entdecken und in uns integrieren. Wasser ist die Grundlage allen organischen Lebens. Wasser löst Blockaden durch seine Beharrlichkeit auf und schafft Raum für Neues. Es ist absolut wandlungsfähig, kann sich jeder beliebigen Form und Situation anpassen, es erfrischt und belebt. Mithilfe dieser ausgleichenden Lebensflussenergie erlangen wir die Fähigkeit, blockierende Situationen rasch aufzulösen und neu zu beleben.

Hier offenbaren sich Wege und neue Möglichkeiten, alte, uns nicht mehr dienliche Energien zu transformieren und einen harmonischen Ausweg aus festgefahrenen Situationen zu finden, um den ewigen Kampf für das Eine oder Andere aufzugeben. Auf leichte Weise treten wir mit der uns innewohnenden Weisheit der weiblichen Intuition und auch mit unserer männlichen Umsetzungskraft in Kontakt und erleben so unser harmonisches Ganz-Sein in einer dualen Welt. Dadurch lichten sich für uns die Schleier der Illusion von Getrenntheit und wir verstehen, wie scheinbare Gegensätze vereint werden können.

Die Schwingungsfrequenz der liegenden Acht unterstützt uns dabei, unser Leben und die Ereignisse mit Harmonie zu durchfluten. Indem wir durch 8-same Innenschau in uns einen freien Raum der ausgleichenden Kräfte erschaffen, entsteht Raum für alles, was ist. Wir können in Ruhe unsere Kräfte sammeln und finden in der Einfachheit das Wesentliche. Auf diese Weise finden wir zurück in die natürliche Selbstregulationsfähigkeit unseres Körpers im Einklang mit unserem Geist, unserer Seele und mit den äußeren universalen Kräften. Das ist die Basis für unsere Lebenskraft, Schöpferkraft und Lebensfreude. Wir haben damit die Möglichkeit, aus unseren reaktiven Verhaltensmustern auszusteigen und in eine bewusste, aktive Selbstermächtigung und Selbstbestimmtheit zu gelangen.

Je offener wir für neue Lösungen sind, die von den herkömmlichen Entweder-oder-Entscheidungen entfernt sind und stattdessen alle Aspekte berücksichtigen, desto besser werden wir wieder in den Fluss des Lebens zurückfinden und dabei Wohlgefühl, Freude und Lebenslust empfinden. Wenn wir verstehen, dass die Lösung unserer Unausgeglichenheit in der Integration und Vereinigung der dualen Gegensätze liegt und nicht in deren Trennung, haben wir eine neue Stufe der Erkenntnis und des Erwachens erreicht. Das Ziel unserer irdischen Inkarnation ist es, Erfahrungen zu machen, uns zu erinnern und auf dem Weg des Lichts und der bedingungslosen Liebe zu wandeln. Sobald wir damit beginnen, diesen Weg der Weisheit zu beschreiten und dabei lernen, die Dualität nicht zu beurteilen und zu negieren, sondern sie auszugleichen, entstehen Ganzheit oder Heil-Sein in uns. Mit diesem Schritt in die Aktivierung unserer natürlichen Ressource der Selbstregulation und inneren Weisheit (der Christusenergie in uns) können wir einen Lebensfluss des Friedens hier auf der Erde mitgestalten. Wir dürfen bei uns selbst beginnen, uns auf den Weg zu unserer innersten Schöpfungsquelle der Weisheit machen, um in uns eine neue (natürliche und geheilte) Ordnung herzustellen und Harmonie und Frieden zu entfalten, damit wir dann auch die Welt um uns herum verändern können.

Diese weise Energie des Infinity-Symbols hilft uns dabei, Gegensätze zu verbinden und das volle Spektrum des irdischen Seins in uns in eine neue Ordnung und liebevolle Akzeptanz zu bringen. Wir bringen wieder Fluss in unser Leben. Anstatt uns täglich für Dinge zu verbiegen, die wir gar nicht benötigen, die uns nicht gut tun, uns für etwas aufzuopfern, uns zu erschöpfen oder gegen etwas anzukämpfen, was uns nur unserer Lebensenergie beraubt, können wir 8-sam üben, sanft mit dem Strom unseres ursprünglichen Lebensrhythmus zu fließen. Durch die Qualität unserer inneren Ausrichtung und Haltung gestalten wir die Natur des Flusses und der Strömung mit. Nutzen wir diese Möglichkeit, unser Leben wieder neu zu ordnen und in den Fluss des Lebens einzutauchen und widerstandlos, voller Urvertrauen und Hingabe mit der Strömung zu gleiten. Alles Wissen ist bereits in uns. Es ist alles da, was wir brauchen, sodass wir uns in uns selbst erfüllt fühlen dürfen. Die Fülle in uns und um uns herum entspringt der Urquelle allen Seins und unserer reinen Wesensnatur. Lasst uns die Chance nutzen, um mit diesem Friedensfluss* (*Wortschöpfung inspired by Annic) zu fließen. Er wird uns zu neuen Ufern bringen.

„Ich wirke aus dem Licht der Ewigkeit im Einklang mit den dualen Kräften.
Ich bin im Einklang mit mir und den großen Kräften des Universums,
der ewige Strom des Lebens trägt mich.“

nach Jeanne Ruland (R.I.P.)