MBCL – Mindfulness-Based Compassionate Living

Achtsamkeitsbasiertes Mitgefühlstraining

Wie können wir angesichts emotional schmerzhafter Erfahrungen in unserem Leben ein offenes, freundliches, annehmendes und mitfühlendes Herz bewahren?
Mitgefühl ist die Fähigkeit, uns einzufühlen in unser eigenes emotional schmerzhaftes Erleben und das Anderer und ist verbunden mit der Bereitschaft, dieses leidvolle Erleben zu lindern. Die uns allen innewohnende Herzensfähigkeit, mitfühlend auf Schmerz, Leiden und auch glückliche Momente der Mitfreude zu antworten, kann durch regelmäßiges Üben entwickelt, genährt, vertieft und kultiviert werden. Begegnen wir uns selbst mit liebevoller Güte und Sanftmut, können wir auch andere Menschen auf diese Weise wertschätzen, annehmen und ihnen begegnen.
Wissenschaftliche Studien belegen die positive Wirkung eines mitfühlenden Herzens für unsere seelische Gesundheit, für unser emotionales Wohlbefinden, die eigene Persönlichkeitsentwicklung, für tiefgreifende Heilungsprozesse und für heilsames, zwischenmenschliches Handeln.

„Bringt man Achtsamkeit in automatische Prozesse wie Gefühls- oder Verhaltensmuster,
bewirkt das, dass die Unbewusstheit verschwindet.
Das geschieht auf dieselbe Weise, als wenn wir in einem dunklen Raum das Licht anmachen.“

Linda Lehrhaupt (Institut für Achtsamkeit und Stressbewältigung)

Im (Selbst-)Mitgefühlstraining erfahren, erleben und lernen wir…

  • welche emotionalen Regulationssysteme uns steuern
  • wie wir unser Fürsorgesystem stärken können
  • welche inneren Muster und Quälgeister in uns wirken und wie wir ihnen mit Achtsamkeit, Mitgefühl und Akzeptanz begegnen können
  • (wieder) zu entdecken, was Glück, Zufriedenheit, Freude und Dankbarkeit in unserem Leben bedeutet
  • wie wir auch anderen mit liebevoller Freundlichkeit und Mitgefühl begegnen können

Was ist MBCL?

Mindfulness-Based Compassionate Living (MBCL) ist ein achtsamkeitsbasiertes Training zur Entwicklung und Kultivierung von (Selbst-)Mitgefühl. Es wurde von dem Achtsamkeitslehrer Frits Koster und dem Psychiater Dr. med Erik van den Brink entwickelt.
Spezielle MBCL-Übungen unterstützen bei der Entwicklung der Herzensqualitäten der Achtsamkeitspraxis und ermöglichen es, sich selbst und anderen in schwierigen Zeiten freundlich, mitfühlend und liebevoll zu begegnen. Die MBCL-Praxis fördert zentrale Aspekte emotionalen Wohlbefindens – wie Geborgenheit, Sicherheit, Akzeptanz und Verbundenheit – mit sich selbst und anderen zu erfahren.
Ein weiteres Schwerpunktthema ist der mitfühlende Umgang mit schwierigen Gefühlen und herausfordernden Lebenssituationen z.B. dem Umgang mit Depressionen, Ängsten, körperlichen Krankheiten, chronischen Schmerzen, Trauer und Verlust oder traumatischen Erfahrungen.
Parallel zu den Übungen werden im Kurs hilfreiche theoretische Grundlagen des Mitgefühls-Trainings vermittelt und Möglichkeiten aufgezeigt, wie die Herzensqualität von Mitgefühl im Alltag verankern werden kann.

Für wen ist MBCL geeignet?

MBCL richtet sich an Menschen jeden Alters, die

  • sich einen fürsorglichen und liebevollen Umgang mit sich und anderen wünschen
  • einen neugierigen, mutigen und tiefen Blick in ihr Inneres werfen möchten
  • ihre Neigung zu Selbstkritik, Scham- und Schuldgefühlen verändern wollen
  • Freude an der Entwicklung und Transformation der eigenen Persönlichkeit haben
  • weitere Methoden zur Stressbewältigung und Burnout-Prophylaxe kennenlernen möchten
  • Erkenntnisse und Praxis des MBSR-Kurses vertiefen möchten
Der Kurs vermittelt eine Methode zur Selbsthilfe, ersetzt aber keine sonst notwendige medizinische oder psychotherapeutische Behandlung.
Diese wissenschaftlich erforschte achtsamkeitszentrierte Methode in Form eines 8-wöchigen Kurses eignet sich besonders als Aufbau- bzw. Vertiefungskurs nach der Teilnahme an einem MBSR-Kurs (Mindfulness-Based Stress Reduction nach Prof. Dr. Jon Kabat-Zinn).
In jedem Fall sind zur Teilnahme am MBCL-Kurs Vorerfahrungen in Achtsamkeitspraxis erforderlich.
Mehr Informationen über MBCL auf www.mbcl.org und www.compassionateliving.info

Ein MBCL-Kurs beinhaltet:

  •  8 Gruppentreffen à 2,5 Stunden, die wöchentlich oder auch im Abstand von zwei Wochen stattfinden
  • ein ganzer oder halber Übungstag in Stille nach dem 6. oder 7. Treffen, um die Praxis zu vertiefen
  • achtsame, sanfte und mitfühlende Körperarbeit
  • Imaginationsübungen, die die Erfahrung von Geborgenheit, Sicherheit, Akzeptanz und Verbundenheit unterstützen (z.B. „Ein sicherer Ort“, „Ein mitfühlender Gefährte“, „Mitgefühl verkörpern“)
  • Übungen, die dabei unterstützen, mitfühlend mit schwierigen Gefühlen und herausfordernden Lebenssituationen umzugehen (z.B. „Mitfühlend mit Widerstand/Verlangen/inneren Mustern umgehen“, „Ein mitfühlender Brief“, „Bereitschaft zur Vergebung“)
  • Übungen, die die Entwicklung der „vier Lebensfreunde“ Freundlichkeit, Mitgefühl, Mitfreude und Gelassenheit unterstützen (z.B. „Freundlichkeitsmeditation“, „Metta-Meditation“, „Mitfühlend atmen“)
  • Übungen, die dabei unterstützen zu entdecken, was zu Lebensglück, Freude und Dankbarkeit beiträgt
  • theoretische Hintergründe der Mitgefühlspraxis und Ergebnisse wissenschaftlicher Studien, die für das Verständnis hilfreich sind
  • Tagebuchübungen, die dazu einladen, im Alltag mehr Bewusstheit für die verschiedenen Aspekte des Trainings zu entwickeln
  • Reflexionsübungen (z.B. zu den eigenen Lebenswerten oder dem, was aus Herausforderungen möglicherweise auch Gutes erwachsen ist)
  • „Übungsvorschläge“ für Zuhause, um die Bedeutung einer mitfühlenden Auswahl der zum individuellen Lernprozess passenden Übungen zu betonen
  • das Aufzeigen von Möglichkeiten, wie Selbstmitgefühl und Mitgefühl im Alltag verankert werden können
  • täglich ungefähr eine Stunde für das eigenständige Üben zu Hause mit Hilfe eines Teilnehmerhandbuches und Audio-Aufnahmen
Bei Interesse, Fragen zum Thema oder für einen Termin, setze Dich gern per E-Mail mit mir in Verbindung.
FINANZIELLE BEZUSCHUSSUNGMein MBSR-Kurs wird von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst

Mein MBSR-Kurs wurde durch die Zentrale Prüfstelle Prävention (ZPP) anerkannt. Als Präventionsmaßnahme wird der Kurs somit von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst.

Mehr Infos