SEELENBEWUSSTE & ACHTSAME BEGEGNUNG & BERÜHRUNG

SEELENBEWUSSTE & ACHTSAME BEGEGNUNG & BERÜHRUNG

SEELENBEWUSSTE & ACHTSAME BEGEGNUNG & BERÜHRUNG – Von der Dunkelheit ans Licht

Empathische Kommunikation und Meditation im Einsichts-Dialog.
Im beseelten Haus der Zugehörigkeit und bedingungsfreien Liebe ruhen.

I want to love you without clutching,
appreciate you without judging,
join you without invading,
invite you without demanding,
leave you without guilt,
criticize you without blaming
and help you without insulting.
If I can have the same from you, then we can truly meet and enrich eath other.

– Virginia Satir –

Seelen sprechen durch Augen. Wir dürfen aufmerksam hinhören und achtsam hinspüren, wenn uns ein Blick trifft. Wer die Seele eines anderen Menschen erkennt und berührt, betritt einen heiligen Raum und erschafft durch seine eigene mitfühlende Haltung in entspannter Wachsamkeit eine wahre Begegnung des bedingungsfreien Miteinander-Seins und empathischen Austausches.

Tiefes Erkennen und achtsames Zuhören öffnet die Sinne, das Herz und den Geist und lässt unsere Seele, unsere Wesensnatur, zum Vorschein kommen. Wir erkennen uns im Sein des Anderen mit einer liebevoll verbundenen Präsenz. Wir werden zu einem aufnehmenden Feld, das von Worten, Gefühlen und der Energie des Anderen berührt wird, verwurzelt im reinen Gewahrsein.
Wir schenken einander unsere Gegenwart, unsere vollständige, gegenwärtige und „heilige“ Präsenz und erlauben uns, uns so zu zeigen, wie und wer wir in unserem ursprünglichsten Kern wirklich sind. Frei von oberflächlichen Rollen, einengenden Konzepten, destruktiven Verhaltensmustern, starren Überzeugungen oder lähmenden Erwartungen.

Wir erblicken, „erhellen“ und berühren uns mit einem offenen, bewertungsfreien und annehmenden Blick. Neugierig rezeptiv. Freundlich und liebevoll empfangend. Gleichmütig. Im gegenseitigen Vertrauen. Respektvoll und wertschätzend. Dieses unvoreingenommene, bedingungsfrei liebevolle Gesehen-Werden und „So-Sein-Lassen“ lässt uns gegenseitig tief in den Spiegel unserer Seelen blicken und erweckt in uns eine heilsame Entwicklung und Befreiung.

Von der Dunkelheit ans Licht. Wir können den Ballast, der uns beschwert, abwerfen, die Maske abnehmen, hinter der wir uns versteckt haben und uns mutig und behutsam mit unserer Verletzlichkeit und Menschlichkeit zeigen. Wir dürfen uns von dem lösen, was wir nicht sind oder geglaubt haben, sein zu müssen, sodass unser inneres Leuchten ganz ungehindert durch uns leben kann, wir sein können, wofür wir bestimmt sind und in natürlicher Art und Weise unserem Herzen und unserer Seele folgen.

„Deep listening is the kind of listening that can help relieve the suffering of another person.“

– Thich Nhat Hanh –

Wir wurden hierher gesandt, damit wir lernen, Liebe zu geben und zu empfangen. Das wertvollste Geschenk, das eine neue seelenbewusste Begegnung und Liebe in unser Leben bringt, ist das Erweckungserlebnis, das uns die in unserem Innern verborgene Liebe, unser inneres Leuchten, bewusst macht. Diese Entdeckung schenkt uns wahre Unabhängigkeit in tief empfundener Verbundenheit. Wir sind in der Lage, uns nicht aus Abhängigkeit oder Bedürftigkeit, sondern aus Affinität, Zugehörigkeit und Intimität zu nähern.

Durch die bedingungsfrei „heilige“ Liebe werden wir von der Bedürftigkeit befreit, mit der wir bei anderen Menschen und überall sonst außerhalb von unserem Selbst nach Anerkennung, Wertschätzung, Respekt und Sinngebung suchen. Heilig zu sein, bedeutet, in uns selbst zu Hause zu sein, im Haus der Zugehörigkeit und Liebe zu ruhen, das wir die Seele nennen.

Um auf diese achtsame, mitfühlende, fürsorgliche und reine Weise mit anderen in Beziehung zu treten, braucht es eine liebevolle Begegnung und Beziehung zu uns selbst und mit unserem Selbst. Aus der Haltung der emotionalen Unabhängigkeit, der Selbstermächtigung und bedingungsfreien (Selbst-)Liebe der All-Verbundenheit heraus, sind wir in der Lage, im gleichwertigen Miteinander verbunden und füreinander da zu sein, ohne unser Selbst zu erschöpfen. Wir sind selbst die Quelle für unser Wohlbefinden, Ganz-Sein und „in unserem Selbst zuhause sein“ und agieren aus unserer ureigenen Kraft und Fülle heraus, so, wie es unserer reinen Wesensnatur entspricht.

Was braucht es, damit wir uns in uns selbst zuhause fühlen? Unser Körper ist ein lebendiger Ausdruck unseres Seinszustands, in dem sich unsere Seele befindet. Wir sind geistige Wesen, die eine menschliche Erfahrung machen. Und: Wir sind human BEINGS, nicht human DOINGS. Wer sind wir, wenn wir niemand sein müssen – losgelöst von den Masken, einengenden Rollen, vermeintlich einschränkenden Verhaltens- und Selbstsabotagemustern oder fesselnden Prägungen? Und wer wollen wir wirklich sein?

Wir dürfen lernen, aus der unbewussten Reaktivität, dem „Autopilot“ und Tun-Modus, auszusteigen und aufmerksam wahrzunehmen, was gerade passiert und wie unsere innere Haltung und Antwort darauf ist. Wenn wir uns bewusst sind, in welchen Verkleidungen und Rollen der „Tun-Modus“ im Alltag auftaucht, können wir erkennen, auf welche Weise uns der wohltuende und heilsame „Sein-Modus“ eine Alternative bietet und uns aus der Umklammerung der Reaktivität unseres Geistes befreit.

Genau in diesem Moment eröffnet ein achtsames und offenes Gewahrsein einen wunderbaren Weg der Einsicht, um aus dem Modus der Getriebenheit auszusteigen. Und es macht den Weg frei zu dem in uns verwurzelten unterbewussten, intuitiven Wissen, unserer inneren Weisheit. Hier öffnet sich das Tor zu den heilenden und lebensbejahenden Qualitäten und Quellen unseres Seins und unserer Wesensnatur. Und dieses Sein muss gar nichts tun, sondern darf einfach sein und seinen ganz natürlichen Ausdruck finden.

Der Sinn unseres Seelenweges ist, Erfahrungen zu machen, unsere Lektionen zu lernen, uns zu entwickeln und Freiheit, Selbstermächtigung, und bedingungsfreie (Selbst-)Liebe zu lernen und zu leben. Es ist der schöpferische Geist in ALLEM-WAS-IST, der sich aus einem inneren und ganz natürlichen Bestreben und nach kosmischen Gesetzen in Gestalt und Form zum Ausdruck bringt.

No mud, no lotus.“

– Thich Nhat Hanh –

Kein Schlamm, kein Lotus: Die Wurzeln im Schlamm verankert, wächst die Lotusblumeüber die Oberfläche hinaus und erblüht im Tageslicht in ihrer ganzen Schönheit. Unberührt versinnbildlicht der Lotus als heilige Blume die Klarheit des Geistes und die Reinheit des Herzens und steht für Vollkommenheit, Liebe und Erleuchtung. Mit der Integration von Yin und Yang ist sie ein Symbol für Transformation – von der Dunkelheit ans Licht.

Als geistige Wesen, die menschliche Erfahrungen in der Dualität des Seins machen, brauchen wir die Dunkelheit und damit die Polarität, um uns lichtvoll zu entfalten. Doch was genau braucht es, damit wir wieder uneingeschränkt und bedingungslos auf unser Herz hören, unser Selbst und inneres Leuchten zum Ausdruck bringen und unserem Seelenweg folgen? Wie können wir uns trotz des Wandels und der Unsicherheit des Lebens wieder sicher und geborgen fühlen? Welche alten Geschichten, Schatten, einschränkenden Glaubensmuster, Verstrickungen, Hindernisse, Fallen, Irrtümer oder Illusionen sind es, die uns noch zurückhalten auf dem Weg in die Freiheit, Harmonie, All-Verbundenheit und Liebe?

Heilung und Lebendigsein gelingen, indem wir achtsam unsere Schatten der Vergangenheit aufspüren, erhellen, annehmen und liebevoll transformieren, uns für zukünftiges Neu-Erleben öffnen, im Hier und Jetzt verankert sind, uns immer wieder neu in Licht und Liebe ausrichten, unserem Seelenweg folgen und dem Entstehen und der Urquelle allen Seins vertrauen.

– Julia Seegebarth –

Die Quellen dieser wohlwollenden Bedingungen, die zentrale Aspekte unseres geistigen, emotionalen und körperlichen Wohlbefindens (wie Liebe, Geborgenheit, Sicherheit und All-Verbundenheit) fördert und nährt, sind die Praxis von Achtsamkeit, liebevoller Güte, (Selbst-)Mitgefühl und das Ur-Vertrauen in unsere Geistigen Gesetze und unsere Schöpfung, die Urquelle allen Seins.

Du kannst nur lernen, dass Du das, was Du suchst, schon selber bist. Alles Leben ist das Erinnern an etwas, was längst da ist und nur auf Entdeckung wartet. Alles Lernen ist nur das Wegräumen von Ballast, bis so etwas übrig bleibt wie eine leuchtende Stille. Bis Du merkst, dass Du selbst der Ursprung von Frieden und Liebe bist.

– Sokrates –